RatgeberObjektschutz-Kosten: Was kostet ein Sicherheitsdienst?

Objektschutz-Kosten: Was kostet ein Sicherheitsdienst?

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    Ein professioneller Sicherheitsdienst kostet als Richtwert zwischen 20 und 40 Euro netto pro Stunde und Sicherheitsmitarbeiter. Für einen durchgehenden Objektschutz rund um die Uhr ergeben sich daraus – je nach Qualifikation und Einsatzmodell – monatliche Kosten ab etwa 15.000 Euro netto, während eine Revierstreife mit mehreren Kontrollfahrten pro Nacht oft schon für einige hundert Euro im Monat zu haben ist. Welche Kostenfaktoren den Preis bestimmen, welche Bewachungsform zu welchem Objekt passt und wie Sie durch die Kombination mit Facility Services sparen, erklärt dieser Ratgeber.

    Sicherheitsdienst Kosten: Die Stundensätze im Überblick

    Bewachungsleistungen werden fast immer nach Stunden abgerechnet. Der Stundensatz hängt vor allem von der Qualifikation des eingesetzten Personals ab. Als Richtwerte gelten:

    QualifikationTypischer EinsatzRichtwert pro Stunde (netto)
    Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung nach §34a GewOPförtnerdienst, einfache Objektbewachungca. 20–28 Euro
    Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (Sachkundeprüfung §34a)Objektschutz, Empfangsdienst mit Publikumsverkehrca. 25–33 Euro
    Servicekraft / Fachkraft für Schutz und SicherheitAnspruchsvolle Objekte, Leitstellentätigkeit, Brandschutzca. 30–40 Euro

    Im Stundensatz stecken weit mehr als der Lohn: Sozialabgaben, Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge, Schulungen, Dienstkleidung, Ausrüstung, Versicherungen und die Einsatzleitung im Hintergrund. Angebote deutlich unter 20 Euro netto lassen sich mit tariftreuer Bezahlung kaum darstellen – hier ist Vorsicht geboten, denn im Sicherheitsgewerbe steht und fällt die Leistung mit der Zuverlässigkeit des Personals.

    Wichtig für die Kalkulation: Ein 24/7-Posten ist nicht eine Stelle, sondern rechnerisch rund 730 Stunden pro Monat. Bei 25 Euro netto pro Stunde entstehen so schnell über 18.000 Euro monatlich – der Grund, warum viele Unternehmen auf intelligente Mischmodelle setzen.

    Diese Faktoren bestimmen die Kosten Ihres Sicherheitsdienstes

    Zwei Objekte mit ähnlicher Größe können völlig unterschiedliche Bewachungskosten haben. Entscheidend sind:

    • Einsatzzeiten: Der mit Abstand größte Hebel. Bewachung nur nachts, nur am Wochenende oder rund um die Uhr? Nachtstunden sowie Sonn- und Feiertage lösen tarifliche Zuschläge aus, die in den Stundensatz einfließen.
    • Qualifikation nach §34a GewO: Die gesetzliche Mindestanforderung ist die Unterrichtung nach §34a Gewerbeordnung. Für bestimmte Tätigkeiten – etwa Bewachung im öffentlichen Raum – ist die Sachkundeprüfung vorgeschrieben. Höhere Qualifikation bedeutet höheren Stundensatz, aber auch souveräneres Handeln im Ernstfall.
    • Objektart und Gefährdungslage: Eine Baustelle mit Materiallager, ein Bürogebäude mit Publikumsverkehr, ein Logistikzentrum mit Werttransporten – jedes Objekt hat ein eigenes Risikoprofil, das Personalstärke und Anforderungen bestimmt.
    • Personalstärke: Ein einzelner Posten oder ein Team? Bei größeren Arealen oder erhöhter Gefährdung sind Doppelposten üblich.
    • Technische Unterstützung: Videoüberwachung, Einbruchmeldetechnik und Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle können Präsenzstunden ersetzen und die Gesamtkosten deutlich senken.
    • Vertragslaufzeit und Planbarkeit: Langfristige Rahmenverträge mit festen Dienstplänen sind günstiger als kurzfristige Ad-hoc-Einsätze.

    Hinzu kommen mögliche einmalige Positionen, die im Angebot ausgewiesen sein sollten: die Erstellung des Sicherheitskonzepts, die Objekteinweisung des Personals, Dienstanweisungen sowie gegebenenfalls Technik wie Wächterkontrollpunkte. Seriöse Anbieter weisen diese Posten transparent aus, statt sie in den Stundensatz einzupreisen – so bleiben laufende Kosten und Einmalkosten sauber getrennt und Angebote vergleichbar.

    Objektschutz, Revierstreife oder Pförtnerdienst: Was passt zu Ihrem Objekt?

    Die Wahl der Bewachungsform entscheidet über die Kostenstruktur stärker als jeder Stundensatz-Vergleich. Die drei wichtigsten Modelle:

    • Stationärer Objektschutz: Ein Sicherheitsmitarbeiter ist dauerhaft vor Ort, kontrolliert Zugänge, führt Rundgänge durch und reagiert sofort auf Vorfälle. Das bietet maximale Sicherheit, ist aber wegen der durchgehenden Präsenz das teuerste Modell – bei 24/7-Besetzung als Richtwert ab ca. 15.000 bis 25.000 Euro netto pro Monat. Sinnvoll für Objekte mit hohem Schutzbedarf. Mehr dazu auf unserer Seite zum Objektschutz.
    • Revierstreife: Ein mobiler Streifendienst fährt Ihr Objekt mehrmals pro Nacht zu wechselnden Zeiten an, kontrolliert Türen, Fenster und Außenbereiche und dokumentiert jeden Kontrollgang. Da sich mehrere Auftraggeber die Streife teilen, ist das Modell mit Richtwerten von ca. 300 bis 1.000 Euro netto pro Monat deutlich günstiger – ideal für Gewerbeobjekte mit normalem Risiko.
    • Pförtner- und Empfangsdienst: Der Mitarbeiter kombiniert Zugangskontrolle mit Serviceaufgaben: Besucher empfangen, Ausweise ausstellen, Schlüssel verwalten, Telefonzentrale. Die Kosten entsprechen dem Stundensatzmodell während der Besetzungszeiten, meist zu Bürozeiten – ein guter Mittelweg für repräsentative Gebäude.

    In der Praxis bewährt sich oft die Kombination: Pförtnerdienst tagsüber, Revierstreife nachts, ergänzt um Alarmaufschaltung mit Interventionsfahrer. So entsteht ein lückenloses Sicherheitskonzept zu einem Bruchteil der Kosten einer durchgehenden Präsenzbewachung.

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    Rechenbeispiel: Bewachung eines Gewerbeobjekts in Berlin

    Ein Unternehmen mit Bürogebäude und Lagerhalle möchte sein Gelände absichern. Zwei Szenarien als Orientierung:

    SzenarioLeistungRichtwert pro Monat (netto)
    PräsenzmodellObjektschutz nachts (12 Std./Tag, 30 Euro/Std.)ca. 11.000 Euro
    KombimodellRevierstreife (3 Kontrollfahrten/Nacht) + Alarmaufschaltung + Interventionsdienstca. 800–1.500 Euro

    Der Unterschied zeigt: Nicht jedes Objekt braucht einen festen Posten. Eine ehrliche Gefährdungsanalyse vor Vertragsabschluss spart oft fünfstellige Beträge pro Jahr – und genau diese Analyse sollte ein seriöser Anbieter kostenlos leisten.

    Bedenken Sie bei der Abwägung auch die Kosten des Nichtstuns: Ein einziger Einbruch mit Vandalismus, Materialdiebstahl und Betriebsunterbrechung verursacht schnell Schäden im fünfstelligen Bereich – dazu kommen Selbstbeteiligungen, steigende Versicherungsprämien und im schlimmsten Fall Auflagen des Versicherers. Viele Sachversicherer honorieren nachweisbare Bewachungsmaßnahmen umgekehrt mit besseren Konditionen. Die Bewachungskosten sollten deshalb nie isoliert betrachtet werden, sondern immer im Verhältnis zum abgesicherten Risiko und zu möglichen Prämieneffekten. Ein Gespräch mit dem eigenen Versicherer vor der Konzeptentscheidung lohnt sich fast immer.

    Auch die Ausschreibungspraxis beeinflusst den Preis: Wer nur „Bewachung nachts“ anfragt, erhält schwer vergleichbare Angebote. Definieren Sie stattdessen konkrete Anforderungen – Einsatzzeiten, Aufgaben, Qualifikation, Berichtswesen, Reaktionszeiten – und lassen Sie alle Anbieter auf dieser Basis kalkulieren. So vergleichen Sie tatsächlich Gleiches mit Gleichem.

    Sicherheit aus der BPS-Gruppe: Bewachung und Facility Services aus einer Hand

    Innerhalb der BPS-Gruppe übernimmt unsere Schwesterfirma BPS Protect die Bewachungsleistungen – vom Objektschutz über Revierstreifen bis zum Empfangsdienst, mit geschultem Personal nach §34a GewO. BPS Facilities bündelt diese Sicherheitsleistungen auf Wunsch mit der technischen und infrastrukturellen Gebäudebewirtschaftung.

    Das lohnt sich doppelt: Wer Bewachung, Gebäudereinigung, Hausmeisterdienste und Winterdienst über einen Rahmenvertrag bezieht, spart Verwaltungsaufwand, hat einen festen Ansprechpartner für alle Gewerke und profitiert von Synergien vor Ort – etwa wenn der Pförtnerdienst zugleich Handwerker koordiniert oder Mängel direkt an das Facility Management meldet. Gebündelte Verträge sind in der Regel spürbar günstiger als einzeln beauftragte Dienstleister.

    Woran Sie einen seriösen Sicherheitsdienst erkennen

    Im Bewachungsgewerbe entscheidet die Qualität des Personals über den Wert der Leistung. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss:

    • Erlaubnis nach §34a GewO: Die behördliche Bewachungserlaubnis ist gesetzliche Pflicht – lassen Sie sich den Nachweis zeigen.
    • Qualifikationsnachweise des Personals: Unterrichtung oder Sachkundeprüfung, dazu regelmäßige Fortbildungen.
    • Betriebshaftpflichtversicherung: Mit ausreichender Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
    • Gefährdungsanalyse und Sicherheitskonzept: Ein seriöser Anbieter besichtigt das Objekt und erstellt ein schriftliches Konzept, bevor er einen Preis nennt.
    • Dokumentation: Digitale Wächterkontrollsysteme und lückenlose Einsatzberichte müssen Standard sein.
    • Tariftreue: Dumpingpreise bedeuten fast immer hohe Fluktuation – und damit unzuverlässige Bewachung.

    Häufige Fragen

    Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?

    Der Richtwert liegt bei 20 bis 40 Euro netto pro Stunde und Mitarbeiter. Einfache Bewachungstätigkeiten mit Unterrichtung nach §34a GewO liegen am unteren Ende, geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte sowie Fachkräfte am oberen. Nacht-, Sonn- und Feiertagseinsätze erhöhen den Satz durch tarifliche Zuschläge.

    Was kostet Objektschutz rund um die Uhr?

    Ein durchgehend besetzter Posten umfasst rund 730 Stunden pro Monat. Bei Stundensätzen von 25 bis 35 Euro netto ergeben sich als Richtwert ca. 15.000 bis 25.000 Euro netto monatlich. Für viele Objekte ist eine Kombination aus Revierstreife, Alarmtechnik und Interventionsdienst die deutlich wirtschaftlichere Alternative.

    Was ist der Unterschied zwischen Objektschutz und Revierstreife?

    Beim Objektschutz ist ein Sicherheitsmitarbeiter dauerhaft vor Ort und kann sofort eingreifen. Die Revierstreife fährt das Objekt mehrmals pro Schicht zu unregelmäßigen Zeiten an und kontrolliert es stichprobenartig. Objektschutz bietet maximale Sicherheit zu höheren Kosten, die Revierstreife wirkt vor allem präventiv – für viele Gewerbeobjekte reicht das aus.

    Welche Qualifikation braucht ein Sicherheitsmitarbeiter?

    Gesetzliche Grundlage ist §34a der Gewerbeordnung: Jeder Bewachungsmitarbeiter benötigt mindestens die Unterrichtung bei der IHK, für bestimmte Tätigkeiten die Sachkundeprüfung. Darüber hinaus gibt es anerkannte Berufsabschlüsse wie die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder die Fachkraft für Schutz und Sicherheit – je höher die Qualifikation, desto höher der Stundensatz.

    Sie möchten wissen, welches Sicherheitskonzept zu Ihrem Objekt passt und was es kostet? BPS Facilities berät Sie gemeinsam mit BPS Protect kostenlos und erstellt ein Angebot für Berlin und Brandenburg. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter 03362 8886646 – unverbindlich und kostenfrei.

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