Hausmeisterservice Kosten: Preise, Leistungen und Umlage 2026
Ein Hausmeisterservice kostet 25 bis 50 Euro pro Stunde oder 150 bis 350 Euro monatlich für ein kleines Mehrfamilienhaus. Entscheidend für Hausverwaltungen, Eigentümergemeinscha
Kurzfassung: Eine Fassadenreinigung kostet 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter, mit Versiegelung 14 bis 22 Euro. Ein Neuanstrich liegt bei 40 bis 65 Euro pro Quadratmeter. Solange die Farbschicht intakt ist, ist die Reinigung die wirtschaftlichere Maßnahme.
Eine Fassadenreinigung kostet in Deutschland zwischen 8 und 14 Euro pro Quadratmeter für die reine Reinigung im Softwash-Verfahren, mit anschließender Versiegelung 14 bis 22 Euro pro Quadratmeter. Über den gesamten Markt hinweg reichen die veröffentlichten Angaben von 5 bis 35 Euro pro Quadratmeter, Stand Juli 2026. Zum Vergleich: Ein Neuanstrich liegt bei 40 bis 65 Euro pro Quadratmeter. Für ein Objekt mit 150 Quadratmetern Fassadenfläche bedeutet das ab 2.400 Euro für die Reinigung gegenüber rund 6.750 Euro für den Anstrich. Sie lohnt sich immer dann, wenn die Farbschicht intakt ist und die Verschmutzung von Algen, Moos, Flechten oder Ruß herrührt. Das trifft auf etwa 90 Prozent der verschmutzten Fassaden zu.
Die Preisspanne im Markt ist unübersichtlich, und das hat einen sachlichen Grund. Wer nach Preisen für die Fassadenreinigung sucht, findet je nach Quelle Werte zwischen 5 und 35 Euro pro Quadratmeter. Zwischen unterster und oberster Angabe liegt damit der Faktor 7. Diese Spanne bildet keinen Preiswettbewerb ab, sondern unterschiedliche Leistungsumfänge: Ein Hochdruckdurchgang auf einer robusten Klinkerfläche ist eine andere Leistung als eine Trockeneisreinigung an denkmalgeschützter Substanz.
Ordnet man die Angebote nach Leistung, wird das Bild deutlich enger. Für die klassische Softwash-Reinigung ohne Zusatzleistungen bewegen sich die veröffentlichten Preise transparenter Anbieter zwischen 8 und 14 Euro pro Quadratmeter. Einzelne Anbieter staffeln nach Fläche und beginnen bei 8,75 Euro, andere nennen für Heißdampfverfahren ohne Chemie 12 bis 25 Euro. Ab größeren Flächen sind Mengennachlässe marktüblich; ein Anbieter nennt ab 500 Quadratmetern einen Einstiegspreis von 7,50 Euro pro Quadratmeter.
Den größten Einfluss auf den Quadratmeterpreis haben vier Faktoren: das Fassadenmaterial, der Verschmutzungsgrad, die Zugänglichkeit und die Gesamtfläche. Ein Wärmedämmverbundsystem verlangt mehr Vorsicht als eine Klinkerfläche und schlägt deshalb höher zu Buche. Starker Flechtenbewuchs erfordert längere Einwirkzeiten und häufig einen zweiten Durchgang.
| Fassadenmaterial | Leichte Verschmutzung | Mittlere Verschmutzung | Starke Verschmutzung |
|---|---|---|---|
| Putzfassade | 8–10 €/m² | 10–12 €/m² | 12–14 €/m² |
| Klinkerfassade | 8–9 €/m² | 9–11 €/m² | 11–13 €/m² |
| WDVS-Fassade | 10–12 €/m² | 12–14 €/m² | 14–16 €/m² |
| Holzfassade | 10–12 €/m² | 12–14 €/m² | 14–18 €/m² |
| Steinfassade | 9–11 €/m² | 11–13 €/m² | 13–16 €/m² |
Zu diesen Grundpreisen kommen je nach Objekt Nebenkosten. Reinigungsmittel schlagen mit 2 bis 3 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Ist eine Hubbühne nötig, werden pauschal 100 bis 200 Euro fällig. Wird ein Gerüst erforderlich, etwa an verwinkelten Fassaden oder bei Gebäuden ab 20 Metern Höhe, sind 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter einzuplanen. Hinzu kommen die Entsorgung des aufgefangenen Schmutzwassers und, sofern beauftragt, der Langzeitschutz. Ein belastbares Angebot weist diese Positionen einzeln aus, statt sie in einem Pauschalpreis verschwinden zu lassen. Die Systematik ähnelt der bei anderen Gewerken: Auch bei den Preisen für Malerarbeiten pro Quadratmeter entscheidet der Untergrund über den Aufwand.
Tipp: Lassen Sie vor Auftragsvergabe eine Probefläche von etwa zwei Quadratmetern reinigen. Sie erkennen daran, ob ein Durchgang reicht, und vermeiden Nachträge wegen unterschätzten Verschmutzungsgrades.
Am Markt haben sich fünf Verfahren etabliert. Die Wahl richtet sich nach dem Untergrund, nicht nach dem Preis. Ein falsch gewähltes Verfahren kostet mehr, als es spart, weil es Folgeschäden am Putz nach sich zieht.
Softwash oder Niederdruckreinigung arbeitet mit geringem Druck, teilweise unter 60 bis 80 bar. Wasser oder biologisch abbaubare Reinigungsmittel werden aufgetragen, lösen den Bewuchs während einer Einwirkzeit und werden anschließend abgespült. Das Verfahren schont Putz, Fugen und Wärmedämmverbundsysteme und minimiert den Wassereintrag in poröse Strukturen. Über Teleskoplanzen lässt es sich häufig vom Boden aus ausführen, was Gerüstkosten spart. Der Nachteil: Bei sehr hartnäckigem Bewuchs dauert es länger oder erfordert einen zweiten Durchgang.
Hochdruckreinigung nutzt Wasserstrahlen mit 50 bis 200 bar, im industriellen Einsatz bis 500 bar, oft in Kombination mit Heißwasser um 98 Grad Celsius. Auf Klinker, Beton und Ziegel arbeitet das Verfahren schnell und zuverlässig. Auf Putz und WDVS ist es riskant: Die Oberfläche raut auf, nimmt danach mehr Wasser auf und verschmutzt schneller wieder. Bei unsachgemäßer Anwendung dringt Feuchtigkeit tiefer in die Bausubstanz ein.
Trockeneisstrahlen beschleunigt gefrorenes Kohlendioxid auf die Fassade. Beim Aufprall geht das Trockeneis direkt in den gasförmigen Zustand über, der Schmutz platzt ab. Es entsteht kein Abwasser und es bleiben keine abrasiven Rückstände zurück. Das macht das Verfahren zur ersten Wahl bei historischer Substanz, empfindlichen Oberflächen und Holz. Der Preis liegt allerdings deutlich höher, alternativ wird nach Stundensatz von 90 bis 150 Euro abgerechnet.
Nebelstrahl- und Wirbelstrahltechnik, am Markt unter den Kürzeln JOS und TORC bekannt, arbeitet mit einem Gemisch aus Wasser und feinem Granulat im Niederdruck. Es entfernt festsitzende Beläge von Naturstein und strukturierten Flächen, ohne die Oberfläche zu zerstören. Sandstrahlen schließlich ist das aggressivste Verfahren. Es löst auch hartnäckigste Verkrustungen, beschädigt aber weiche Untergründe zuverlässig und kommt deshalb nur bei sehr robusten Materialien infrage.
Die Grundfrage bei jeder verschmutzten Fassade lautet nicht, ob sie gereinigt werden kann, sondern ob die Reinigung ausreicht. Sie reicht aus, wenn die Farbschicht noch trägt und die Verfärbung von biologischem Bewuchs stammt, also von Grün-, Rot- oder Schwarzalgen, von Moos oder Flechten. In diesen Fällen ist der Preisunterschied erheblich: 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter für die Reinigung stehen 40 bis 65 Euro pro Quadratmeter für den Neuanstrich gegenüber.
An konkreten Objekten wird die Größenordnung greifbar. Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fassadenfläche kostet in der Reinigung ab 2.400 Euro, im Neuanstrich rund 6.750 Euro. Die Differenz liegt bei etwa 3.950 Euro. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 400 Quadratmetern stehen ab 6.500 Euro rund 18.000 Euro gegenüber, eine Ersparnis von etwa 11.500 Euro. Hinzu kommt der Zeitfaktor: Die Reinigung eines Einfamilienhauses dauert etwa einen Tag, ein Neuanstrich drei bis fünf Tage zuzüglich Gerüstauf- und -abbau. Für vermietete Objekte bedeutet das weniger Beeinträchtigung der Mieter und kürzere Sperrzeiten für Zuwegungen und Stellplätze.
Beim Neuanstrich kommt ein Posten hinzu, der bei der Softwash-Reinigung meist entfällt: das Gerüst. Je nach Objekt sind dafür 1.500 bis 3.000 Euro anzusetzen, kleinere Objekte werden auch mit 800 bis 1.500 Euro genannt. Rechnet man beide Maßnahmen auf Jahreskosten um, ergeben sich für die Reinigung etwa 400 bis 560 Euro pro Jahr, für den Neuanstrich 560 bis 840 Euro pro Jahr. Der Anstrich hält zwar länger, gleicht seinen Preisvorsprung aber nicht aus.
Ein Neuanstrich ist trotzdem in klar umrissenen Fällen die richtige Entscheidung: wenn Farbe großflächig abblättert oder kreidet, wenn Risse, Abplatzungen oder lose Stellen im Putz vorliegen, wenn der Untergrund strukturell geschädigt ist oder wenn ein Farbwechsel gewünscht wird. In allen diesen Fällen gilt: Die Fassade muss vor dem Anstrich ohnehin gereinigt werden. Die Reinigung ist dann kein Ersatz, sondern Vorleistung.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Bei gewerblich beauftragten Fassadenreinigungen ist der rechtliche Rahmen der Punkt, an dem Bauherren und Verwalter am häufigsten überrascht werden. Ausgangspunkt ist § 54 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz: Wasser, das durch seinen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert wurde, gilt als Schmutzwasser. Das trifft auf Reinigungswasser von der Fassade auch dann zu, wenn keinerlei Chemie eingesetzt wurde. Gelöste Algen, Farbpartikel und Staub genügen.
Daraus folgen drei Pflichten. Erstens darf das Abwasser nicht im Boden versickern. Zweitens darf es weder in den Regenwasserkanal noch direkt in ein Gewässer eingeleitet werden. Drittens muss es aufgefangen werden, in der Praxis über Folienrinnen entlang der Fassade oder über Auffangwannen, und anschließend in den Schmutzwasserkanal gelangen. Vor der Einleitung sind Feststoffe abzuscheiden, etwa über Tuchfilter, feine Siebe oder Sedimentation im Auffangbehälter. Kommen Reinigungsmittel zum Einsatz, kann eine weitere Vorbehandlung nötig werden, beispielsweise Neutralisation oder Aktivkohle, damit die Grenzwerte der örtlichen Abwassersatzung eingehalten werden. Ein neutraler pH-Bereich ist sicherzustellen.
Hinzu kommt die Anzeigepflicht. Die geplante Reinigung ist dem Umweltamt oder den Stadtentwässerungsbetrieben der Kommune schriftlich anzuzeigen, in der Regel ein bis zwei Wochen vor Arbeitsbeginn. In vielen Städten ist die Einleitung des Abwassers in das öffentliche Kanalnetz zusätzlich genehmigungspflichtig. Wer diese Vorgaben missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit; die Bußgelder reichen bis zu 50.000 Euro. Unzulässig sind außerdem Reinigungsmittel, die aromatische oder organohalogenhaltige Kohlenwasserstoffe enthalten, also etwa Benzol, Toluol, Xylol oder Dichlormethan.
Gut zu wissen: Die Anzeige beim Umweltamt ist Sache des ausführenden Betriebs, die Verantwortung als Auftraggeber bleibt jedoch bestehen. Lassen Sie sich Anzeige und Entsorgungsnachweis mit der Schlussrechnung vorlegen und nehmen Sie beides in die Objektakte.
Ein pauschales Intervall gibt es nicht. Entscheidend sind Standort, Ausrichtung, Material und Witterungsbelastung. Als Orientierung haben sich vier Fälle etabliert. Fassaden in normaler städtischer Lage, mit Sonneneinstrahlung und gutem Regenabfluss, benötigen alle fünf bis acht Jahre eine Reinigung. Fassaden in feuchten Lagen, an Nordseiten, in Waldnähe oder bei starker Luftverschmutzung sind alle drei bis fünf Jahre an der Reihe. Wärmedämmverbundsysteme ohne Imprägnierungsschutz brauchen häufig alle drei Jahre oder früher eine Behandlung.
Der Grund für die Anfälligkeit gedämmter Fassaden ist bauphysikalisch: Die Wärme bleibt im Gebäude, die Außenschale bleibt kühl und trocknet nach Regen und Tauwasserbildung langsamer ab. Diese Dauerfeuchte ist der ideale Nährboden für Algen und Moose. Genau deshalb schlagen WDVS-Flächen auch bei den Quadratmeterpreisen mit 10 bis 16 Euro höher zu Buche als Putz oder Klinker.
Klinker- und Ziegelfassaden sind deutlich widerstandsfähiger und kommen mit Intervallen von 10 bis 15 Jahren aus. Anfällig sind sie weniger für flächigen Bewuchs als für Ausblühungen und punktuellen Moosansatz in den Fugen. Glasfassaden folgen einer eigenen Logik: Hier geht es nicht um Substanzschutz, sondern um Optik und Lichtdurchlässigkeit. In städtischer Lage und bei hohen Gebäuden ist mindestens ein jährlicher Turnus üblich, bei repräsentativen Objekten deutlich häufiger. Diese Leistung fällt in der Regel nicht unter die Fassadensanierung, sondern gehört zur wiederkehrenden Objektbetreuung. Wie sich turnusmäßige und einmalige Leistungen abgrenzen, zeigt der Unterschied zwischen Unterhaltsreinigung und Grundreinigung.
Für alle Materialien gilt derselbe Grundsatz: Je früher Verschmutzungen entfernt werden, desto einfacher und günstiger ist die Reinigung. Wer zu lange wartet, riskiert, dass Feuchtigkeit tiefer eindringt, Algen sich flächig festsetzen und aus einem Reinigungsfall ein Sanierungsfall wird. Ein regelmäßiger Blick auf die Wetterseiten und die Zonen unter Fensterbänken und Regenlaufspuren genügt meist, um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Verstopfte Entwässerungen beschleunigen den Prozess erheblich, weshalb die Dachrinnen- und Regenrinnenreinigung sinnvollerweise im selben Turnus mitgeplant wird.
Bei einer Imprägnierung, fachlich Hydrophobierung, wird ein wasserabweisendes Schutzmittel in den mineralischen Untergrund eingebracht. Es setzt sich in den feinen Poren und Kapillaren fest und sorgt dafür, dass Wasser deutlich schlechter eindringt. Entscheidend: Die Fassade bleibt diffusionsoffen. Feuchtigkeit kann weiterhin aus dem Mauerwerk entweichen, während Schlagregen von außen abgehalten wird. Es entsteht also keine dichte Sperrschicht, die Feuchte im Bauteil einschließen würde.
Der praktische Effekt lässt sich in Zahlen fassen. Eine Softwash-Reinigung ohne Versiegelung hält drei bis fünf Jahre, mit professioneller Schutzversiegelung fünf bis acht Jahre. Bei 150 Quadratmetern bedeutet das ab 1.800 Euro ohne und ab 2.400 Euro mit Versiegelung. Der Aufpreis von 5 bis 8 Euro pro Quadratmeter verdoppelt die Haltbarkeit damit nahezu. Marktüblich werden für die Imprägnierung 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter genannt, abhängig von Material und Fläche. Auf die Reinigungsintervalle wirkt sich das mit einer Verlängerung um 30 bis 50 Prozent aus.
Der Schutz hält nicht dauerhaft. Je nach Untergrund, Saugfähigkeit, Wetterbelastung, Lage des Gebäudes und Produktqualität ist eine Imprägnierung nach fünf bis zehn Jahren zu erneuern; an stark belasteten Objekten wird auch ein Turnus von drei bis fünf Jahren genannt. Den größten Nutzen bringt sie an den Zonen, die ohnehin am stärksten beansprucht werden: an Regenlaufspuren, unter Fensterbänken, an Ecken, Kanten und Vorsprüngen sowie an Nord- und Schattenseiten, die langsamer abtrocknen.
Wichtig für die Folgepflege: Eine imprägnierte Fläche verträgt keine aggressive Nachbehandlung. Wird später mit hohem Druck oder scharfen Mitteln gearbeitet, geht die wasserabweisende Wirkung verloren. Sanfte Reinigung mit Wasser und mildem Reinigungsmittel erhält den Schutz. Für Verwalter heißt das: Das eingesetzte Produkt und das Auftragsdatum gehören in die Objektdokumentation, damit der nächste Dienstleister nicht ungewollt die Investition zerstört.
Ein belastbares Angebot beginnt mit einer Begehung vor Ort. Der Anbieter muss das Fassadenmaterial bestimmen, den Verschmutzungsgrad einschätzen und prüfen, ob die Farbschicht trägt. Erst danach lässt sich das Verfahren festlegen. Wer ein Angebot allein auf Basis von Fotos und Quadratmeterangaben erhält, sollte mit Nachträgen rechnen. Eine Probefläche schafft Klarheit und ist bei größeren Objekten Standard.
Im Angebot selbst sollten drei Punkte ausdrücklich benannt sein. Erstens das Verfahren mit Druckbereich und, falls Reinigungsmittel eingesetzt werden, deren Produktgruppe. Zweitens das Abwasserkonzept: Wie wird aufgefangen, wie gefiltert, wohin eingeleitet, wer meldet an. Drittens die Zugangstechnik, also Teleskoplanze, Hubbühne oder Gerüst, samt zugehöriger Kosten. Fehlen diese Angaben, ist der genannte Quadratmeterpreis nicht vergleichbar.
Zeitlich ist eine Fassadenreinigung eine überschaubare Maßnahme. Ein Einfamilienhaus ist an einem Tag erledigt. Bei größeren Objekten kommt es auf die Einwirkzeiten an; bei Softwash sind mehrere Durchgänge über zwei bis drei Tage üblich. Die Witterung spielt eine Rolle: Frost und direkte starke Sonneneinstrahlung sind ungeeignet, weil das Mittel zu schnell antrocknet oder gar nicht wirkt. In Berlin und Brandenburg liegt das praktikable Zeitfenster damit im Wesentlichen zwischen April und Oktober.
Bei größeren Beständen lohnt die Bündelung. Wer mehrere Objekte in einem Durchgang ausschreibt, erreicht spürbare Mengeneffekte, weil Anfahrt, Rüstzeiten und Abwasserlogistik nur einmal anfallen. Für Verwaltungen mit gemischten Beständen empfiehlt sich eine einfache Bestandsaufnahme: Material, Ausrichtung, letzte Reinigung, Imprägnierungsstatus. Daraus ergibt sich eine Reihenfolge, die sich über mehrere Jahre budgetieren lässt, statt jedes Objekt einzeln im Schadensfall zu behandeln.
Die reine Softwash-Reinigung kostet 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter, mit Versiegelung 14 bis 22 Euro. Über den Gesamtmarkt reichen die Angaben je nach Verfahren von 5 bis 35 Euro pro Quadratmeter.
Putz und Wärmedämmverbundsysteme verlangen Softwash im Niederdruck. Klinker und Beton vertragen Hochdruck mit 50 bis 200 bar. Historische und empfindliche Substanz wird mit Trockeneis oder Wirbelstrahltechnik behandelt.
In normaler städtischer Lage alle fünf bis acht Jahre, an Nordseiten und in feuchter Lage alle drei bis fünf Jahre. Wärmedämmverbundsysteme ohne Schutz oft schon alle drei Jahre, Klinker erst nach 10 bis 15 Jahren.
Die Arbeiten sind dem Umweltamt meist ein bis zwei Wochen vorher anzuzeigen, die Einleitung des Abwassers ist vielerorts genehmigungspflichtig. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können bis zu 50.000 Euro kosten.
Bei intakter Farbschicht ja. Für 150 Quadratmeter stehen ab 2.400 Euro rund 6.750 Euro für den Anstrich gegenüber, bei 400 Quadratmetern ab 6.500 Euro gegenüber etwa 18.000 Euro.
Ohne Versiegelung drei bis fünf Jahre, mit professioneller Schutzversiegelung fünf bis acht Jahre. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt von Standort, Ausrichtung, Material und Pflege ab.
In der Regel ja. Für 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter verlängert sie die Reinigungsintervalle um 30 bis 50 Prozent. Erneuert werden muss der Schutz nach etwa fünf bis zehn Jahren.
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