Schul- & Kitareinigung
Sichere, hygienische Reinigung für Schulen und Kitas in Berlin und Brandenburg.
Professionelle Schul- und Kitareinigung
BPS Facilities reinigt Schulen und Kitas in Berlin und Brandenburg hygienisch und zuverlässig – nach gesetzlichen Vorgaben, mit besonderem Augenmerk auf Hygiene und Sicherheit.
Das reinigen wir:
Klassen-, Gruppen- und Fachräume
Sanitär- und Waschräume
Flure, Mensen und Turnhallen
Ihre Vorteile:
Reinigung nach Vorgaben
Hygiene für Kinder und Personal
Zuverlässig in den Randzeiten
Faire, transparente Preise
So läuft Ihre Schul- und Kitareinigung ab
Der direkte Weg zu sauberen Lernräumen
Wir stimmen Räume, Intervalle und Hygienestandards auf die Vorgaben für Schulen und Kitas ab – damit Lernräume sicher und sauber bleiben.
Kostenlose Beratung und Aufmaß vor Ort
Unsere Fachkräfte besichtigen Ihre Einrichtung vor Ort, ermitteln den Reinigungsbedarf und erstellen Ihnen ein transparentes, faires Angebot.
Reinigung nach festem Plan
Ein festes, geschultes Team reinigt Ihre Räume zuverlässig in den Randzeiten – hygienisch und ohne den Betrieb zu stören.
Reinigung nach Vorgaben
Hygiene für Kinder
Feste Ansprechpartner
Unser Reinigungskonzept für Ihre Schul- und Kitareinigung
Von der täglichen Unterhaltsreinigung bis zur Grundreinigung in den Ferien – Schul- und Kitareinigung aus einer Hand für Berlin und Brandenburg.
Faire Kosten, transparent kalkuliert
Die Kosten richten sich nach Flächen, Räumen und Frequenz. Ihr genaues, transparentes Angebot erstellen wir individuell.
Schul- und Kitareinigung
Drei Gründe, warum BPS Facilities der richtige Partner ist
Reinigung nach Maß
Je nach Objekt und Bedarf stellen wir den passenden Leistungsumfang und die richtigen Intervalle für Ihre Räume zusammen.
Erfahrenes, festes Team
Geschulte Reinigungskräfte mit festen Ansprechpartnern sorgen für gleichbleibende Qualität – zuverlässig und diskret.
Faire und transparente Kosten
Nach der Beratung kennen Sie alle Kosten. Sie erhalten ein klares Angebot ohne versteckte Posten.
Schulreinigung und Kitareinigung in Berlin und Brandenburg sind keine freiwillige Leistung – sie sind gesetzlich vorgeschrieben, normiert und werden öffentlich ausgeschrieben. Wer als Schulträger, Kita-Betreiber oder Reinigungsdienstleister in der Region tätig ist, muss § 109 Schulgesetz Berlin, § 36 Infektionsschutzgesetz und die DIN 77400 kennen. Die Unterhaltsreinigung kostet in Schulen und Kitas zwischen 1,50 und 3,50 € pro Quadratmeter – mehr als in Bürogebäuden, weil die Hygieneanforderungen höher sind. Eine Berliner Schule mit 3.500 m² zahlt dafür rund 7.500 € netto im Monat. Was genau vorgeschrieben ist, was es kostet und wie die Qualität kontrolliert wird, erfährst du hier.
Rechtliche Grundlagen: Was Schulen und Kitas in Berlin und Brandenburg einhalten müssen
Die rechtliche Basis für Schul- und Kitareinigung in Berlin und Brandenburg ist klar geregelt – und sie ist verbindlich. Wer glaubt, Reinigung sei eine rein operative Frage, irrt. Hinter jedem Wischplan steckt ein Gesetz oder eine Norm.
Für Berliner Schulen gilt § 109 Schulgesetz Berlin. Er verpflichtet die 12 Berliner Bezirke als Schulträger dazu, ihre Schulgebäude in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten – das schließt eine hochwertige Reinigung ausdrücklich ein. Die Bezirke sind also nicht nur zuständig, sie haften auch für die Qualität. Das Land Berlin selbst ist aus der direkten Verantwortung heraus: Schulreinigung ist Bezirkssache.
Für Kitas gilt bundesweit § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Jede Kindertageseinrichtung – ob in Berlin-Mitte oder in Brandenburg an der Havel – muss einen schriftlichen Hygieneplan führen. Dieser Plan muss mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Er regelt, welche Flächen wann wie gereinigt und desinfiziert werden. Reinigungs- und Desinfektionspläne müssen gut sichtbar ausgehängt sein – nicht im Büro der Leiterin, sondern dort, wo die Reinigungskräfte arbeiten.
Auf Normenebene ist die DIN 77400 die zentrale Referenz für Schulgebäude. Sie definiert Mindestanforderungen an Reinigungsintervalle und Qualitätsstandards. Das Berliner Muster-Leistungsverzeichnis für Schulreinigung wurde an dieser Norm sowie am RAL-Gütezeichen Gebäudereinigung abgeglichen. Das RAL-Gütezeichen ist der anerkannte Branchenstandard – Reinigungsfirmen, die es tragen, haben nachgewiesen, dass sie nach definierten Qualitätsprozessen arbeiten.
Für die Auswahl von Desinfektionsmitteln in Kitas gilt eine weitere Pflicht: Die Mittel müssen nach der DGHM-Liste (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) ausgewählt werden. Im Zweifelsfall ist das Gesundheitsamt einzubeziehen. Wichtig dabei: Desinfektionsmittel müssen kindersicher aufbewahrt werden – unter Verschluss, nicht im Putzschrank neben dem Gruppenraum.
Zusammengefasst: Schulen in Berlin unterliegen dem Schulgesetz und der DIN 77400. Kitas in Berlin und Brandenburg unterliegen dem Infektionsschutzgesetz und müssen einen aktuellen Hygieneplan vorhalten. Beide Einrichtungstypen brauchen dokumentierte Reinigungs- und Desinfektionspläne. Wer das nicht erfüllt, riskiert Beanstandungen durch das Gesundheitsamt – und im Ernstfall Haftungsrisiken.
Reinigungsintervalle für Schulen: Welche Räume wie oft gereinigt werden müssen
Nicht jeder Raum in einer Schule braucht täglich intensive Reinigung. Die DIN 77400 und der Berliner Musterhygieneplan differenzieren klar nach Raumtyp und Nutzungsintensität. Das ist kein bürokratisches Detail – es hat direkte Auswirkungen auf die Kalkulation und die Ausschreibung.
Klassenräume, Flure und Gemeinschaftsbereiche werden täglich gereinigt. Das ist der Kern der Unterhaltsreinigung. Bei Sanitäranlagen gilt sogar: täglich, und bei hoher Frequentierung mehrmals täglich. Wer schon einmal eine Schultoilette nach der großen Pause gesehen hat, versteht warum.
Lehrerzimmer, Sekretariate und Büros werden mindestens zweimal wöchentlich gereinigt. Das ist weniger als Klassenräume, aber mehr als viele Verwaltungsgebäude. Der Grund: Schulen sind Gemeinschaftsgebäude mit hohem Personenaufkommen.
Nebenräume wie Unterrichtsvorbereitungsräume oder Lehrmittellager werden mindestens einmal wöchentlich gereinigt. Lagerräume kommen mit einmal monatlich aus. Glasreinigung – also Fenster und Glasflächen – erfolgt monatlich oder quartalsweise, je nach Vereinbarung.
Die Grundreinigung ist ein eigenes Kapitel. Sie findet jährlich statt, bevorzugt in den Schulferien. Dabei werden Böden maschinell aufbereitet, Heizkörper gereinigt, Möbel verrückt und Flächen behandelt, die im laufenden Betrieb nicht erreichbar sind. Die Grundreinigung kostet zwischen 3,50 und 7,50 € pro Quadratmeter – deutlich mehr als die laufende Unterhaltsreinigung.
Zusätzlich gibt es die Tagesreinigung: Reinigung im laufenden Schulbetrieb, tagsüber. Sie betrifft vor allem Sanitäranlagen und stark frequentierte Bereiche. Berlin schreibt für alle Schulstandorte ab 2027 eine neue Ausschreibung aus, die Tagesreinigungskräfte explizit einschließt.
| Raumtyp | Reinigungsintervall |
|---|---|
| Klassenräume | täglich |
| Flure und Gemeinschaftsbereiche | täglich |
| Sanitäranlagen | täglich, ggf. mehrmals täglich |
| Lehrerzimmer, Sekretariate, Büros | 2× wöchentlich |
| Nebenräume (Unterrichtsvorbereitung) | mindestens 1× wöchentlich |
| Lagerräume | mindestens 1× monatlich |
| Glasreinigung | monatlich oder quartalsweise |
| Grundreinigung | jährlich (bevorzugt in Ferienzeiten) |
Diese Intervalle sind Mindestanforderungen. In der Praxis weichen viele Schulen davon ab – nach unten. Genau das ist ein Grund für die unterdurchschnittliche Zufriedenheit, die die Berliner Befragung 2023 ergeben hat. Dazu später mehr.
Hygienestandards in Kitas: Besondere Anforderungen für die Kleinsten
Kitas sind keine kleinen Schulen. Die Hygieneanforderungen sind in vielen Bereichen deutlich strenger – weil Kleinkinder und Säuglinge ein unreifes Immunsystem haben, viel auf dem Boden spielen und Gegenstände in den Mund nehmen. Was in einer Grundschule einmal wöchentlich reicht, muss in der Krippe täglich oder nach jeder Benutzung erledigt werden.
Die Grundregel lautet: Reinigungsmaßnahmen grundsätzlich in Abwesenheit der Kinder. Das klingt selbstverständlich, ist aber ein häufiger Streitpunkt in der Praxis. Reinigungskräfte, die während des Betriebs mit Desinfektionsmitteln hantieren, verstoßen gegen den Hygieneplan. Ausnahmen gelten nur für Sofortmaßnahmen – etwa wenn ein Kind erbricht.
Fußböden in Gruppen-, Schlaf-, Garderoben- und Sanitärräumen werden täglich feucht gewischt. Das gilt für alle Haupträume der Einrichtung. Türklinken und Waschbecken werden ebenfalls täglich gereinigt. Toilettenbecken, -sitze und Spültasten werden täglich desinfiziert – nicht nur gereinigt.
Besonders strenge Regeln gelten für den Wickelbereich: Wickeltische werden nach jeder Benutzung desinfizierend gereinigt. Töpfchen und Kindersitz-WCs ebenfalls nach jeder Benutzung. Das ist keine Empfehlung – das ist Pflicht nach dem Rahmenhygieneplan.
Beim Spielzeug gilt eine Differenzierung: Allgemeines Spielzeug wird wöchentlich gereinigt, bei sichtbarer Verschmutzung sofort. Spielzeug für Säuglinge und Krabbler hingegen täglich. Der Unterschied ist medizinisch begründet: Säuglinge haben noch keinen ausreichenden Immunschutz und nehmen alles in den Mund.
Bei Körpersekreten – also Erbrochenes, Stuhl, Urin oder Blut – gilt sofortige Wischdesinfektion. Keine Verzögerung, keine Diskussion. Das Reinigungspersonal muss dabei immer Schutzkleidung tragen: Handschuhe und Schürze oder Kittel sind Pflicht bei allen Reinigungsarbeiten.
Die Reinigung erfolgt grundsätzlich feucht. Trockenes Fegen oder Wischen ist verboten, weil es Staub und Keime aufwirbelt. Einzige Ausnahme: textile Beläge wie Teppiche, die maschinell gereinigt werden.
Für die Auswahl der Reinigungsmittel gilt: kindersicher, hautfreundlich, möglichst duftarm und biologisch abbaubar. Desinfektionsmittel müssen auf der DGHM-Liste stehen und unter Berücksichtigung von Konzentration und Einwirkzeit eingesetzt werden. Eine Routinedesinfektion aller Flächen ist ausdrücklich nicht vorgesehen – gezielte Desinfektion nur in Sanitär- und Wickelbereichen sowie bei Zwischenfällen.
Wir kommen gerne auf Sie zu
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Kosten der Schulreinigung in Berlin: Preise, Stundensätze und Beispielrechnung
Was kostet Schulreinigung in Berlin wirklich? Die Antwort hängt von der Leistungsart, der Fläche und dem Objekttyp ab. Pauschale Aussagen helfen hier wenig – konkrete Zahlen schon.
Die Unterhaltsreinigung für Schulen und Kitas kostet zwischen 1,50 und 3,50 € pro Quadratmeter. Das ist teurer als für Bürogebäude (1,00–3,00 €/m²) oder öffentliche Gebäude (1,00–3,00 €/m²). Der Grund: erhöhte Hygieneanforderungen, häufigere Intervalle und der höhere Anteil an Sanitärflächen. Arztpraxen liegen noch darüber, weil dort RKI-konforme Desinfektion Standard ist.
Die Grundreinigung kostet zwischen 3,50 und 7,50 € pro Quadratmeter. Sie wird jährlich durchgeführt, bevorzugt in den Sommerferien. Bei einer Schule mit 3.500 m² bedeutet das Grundreinigungskosten von 12.250 bis 26.250 € pro Jahr – zusätzlich zur laufenden Unterhaltsreinigung.
Bei den Stundensätzen gibt es eine deutliche Spreizung. Standardreinigung kostet 22 bis 30 € netto pro Stunde. Für Büro- und Gewerbereinigung in Berlin werden 35 bis 45 € netto aufgerufen. Desinfektionsreinigung liegt bei 25 bis 30 € pro Stunde – das klingt günstig, ist aber ein Spezialeinsatz mit kurzer Dauer und hohem Materialaufwand.
Fenster- und Glasreinigung in Berlin kostet 3 bis 5 € pro Quadratmeter netto. Teppichreinigung mit Maschine liegt bei 4 bis 7 € pro Quadratmeter.
Die Beispielrechnung macht die Größenordnung greifbar: Eine Schule mit 3.500 m² Nutzfläche, täglicher Reinigung Montag bis Freitag, erhöhtem Sanitäranteil, Mensa und wöchentlicher Maschinenpflege der Flure kommt auf rund 7.500 € netto pro Monat. Das sind 90.000 € im Jahr – nur für die laufende Unterhaltsreinigung, ohne Grundreinigung und Sonderleistungen.
Das Land Berlin stellt für die Qualitätsverbesserung der Schulreinigung im Doppelhaushalt 2024/25 je 1,4 Mio. € pro Jahr bereit. Das Geld fließt in ein Controllingsystem und ein Pilotprojekt für eine digitale Reinigungskontroll-Anwendung.
| Leistungsart / Objekttyp | Preis | Einheit |
|---|---|---|
| Unterhaltsreinigung Schulen/Kitas | 1,50 – 3,50 € | pro m² |
| Unterhaltsreinigung Bürogebäude | 1,00 – 3,00 € | pro m² |
| Unterhaltsreinigung öffentliche Gebäude | 1,00 – 3,00 € | pro m² |
| Grundreinigung | 3,50 – 7,50 € | pro m² |
| Glas-/Fensterreinigung Berlin | 2,00 – 5,00 € | pro m² |
| Teppichreinigung (maschinenbasiert) | 4,00 – 8,00 € | pro m² |
| Desinfektionsreinigung | 25 – 30 € | pro Stunde |
| Stundensatz Standardreinigung | 22 – 30 € | pro Stunde netto |
| Stundensatz Büro/Gewerbe Berlin | 35 – 45 € | pro Stunde netto |
Eigenreinigung vs. Fremdreinigung: Was ist günstiger für Berliner Schulen?
Die Frage klingt politisch – und ist es auch. Aber sie hat eine klare Antwort, zumindest für den Bezirk Mitte: Fremdreinigung ist 21 % günstiger als Eigenreinigung durch bezirkliches Personal.
Das Bezirksamt Mitte hat 2025 eine detaillierte Kalkulation vorgelegt. Ergebnis: Eigenreinigung würde 12.189.525,77 € pro Jahr kosten. Fremdreinigung kommt auf 10.048.532,04 € pro Jahr. Die Differenz beträgt rund 2,14 Mio. € – jährlich, im selben Bezirk, für dieselben Schulen. Für die Eigenreinigung wären 270 Vollzeitstellen erforderlich.
Die Gewerkschaft ver.di sieht das anders. Der Landesbezirk Berlin-Brandenburg bevorzugt Eigenreinigung – aus Gründen der Arbeitsbedingungen, der Kontrolle und der Qualitätssicherung. ver.di hat ein eigenes Kalkulationswerkzeug entwickelt (Autoren: Robert Kösling und Pascal Schmitt), das eine alternative Bewertung ermöglichen soll. Das Bezirksamt Mitte wurde aufgefordert, dieses Instrument zu prüfen.
Die politische Zielrichtung des Landes Berlin ist klar: Die Zielvereinbarung „Auf dem Weg zu sauberen Schulen – Qualitätsverbesserung Schulreinigung“ soll bis 2026 umgesetzt sein. Sie setzt auf Fremdreinigung mit verbesserter Kontrolle – nicht auf Rückkehr zur Eigenreinigung. Eine neue Ausschreibung mit Vertragsbeginn 2027 schließt Tagesreinigungskräfte für alle Berliner Schulstandorte ein.
Vergabe erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform des Landes Berlin (iTWOtender), elektronisch in Textform. Ab einem geschätzten Auftragswert von 30.000 € netto ist eine Pflichtabfrage im Wettbewerbsregister vorgeschrieben. Bieter können Angebote für bis zu 15 Lose einreichen – aber maximal 3 Lose pro Bieter erhalten den Zuschlag. Das verhindert Monopolbildung und sichert Wettbewerb.
Zufriedenheit mit der Schulreinigung in Berlin: Ergebnisse der Befragung 2023
Wie zufrieden sind Berliner Schulen mit ihrer Reinigung? Die Antwort ist ernüchternd – und liefert wichtige Hinweise darauf, wo der Handlungsbedarf am größten ist.
Das Land Berlin hat 2023 eine Online-Befragung durchgeführt. Auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 5 (sehr unzufrieden) ergibt sich ein Gesamtdurchschnitt von 3,0. Das ist Mittelmaß – weder gut noch schlecht, aber für eine Pflichtleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge kein Ruhmesblatt.
Interessant ist die Aufschlüsselung nach Nutzergruppen. Schülerinnen und Schüler bewerten am besten: Durchschnitt 2,7. Elternvertretungen liegen bei 2,8. Lehrkräfte und schulisches Personal sind am kritischsten: 3,3. Das ist kein Zufall – Lehrkräfte verbringen den ganzen Tag in der Schule und bemerken Mängel, die Schüler vielleicht nicht wahrnehmen oder anders gewichten.
Besonders aufschlussreich ist die Tagesverlaufskurve: Morgens liegt die Zufriedenheit bei 2,5 – also noch akzeptabel. Nachmittags fällt sie auf 3,4. Das zeigt: Die Reinigung findet überwiegend morgens statt, und die Qualität hält den Schulbetrieb nicht durch. Tagesreinigung – also Reinigung im laufenden Betrieb – ist genau die Antwort auf dieses Problem. Kein Zufall, dass Berlin sie in der neuen Ausschreibung ab 2027 explizit einschließt.
Bei den wichtigsten Bereichen für Sauberkeit sind sich alle Gruppen einig: Toiletten nennen 89 % der Befragten als prioritär. Klassenräume folgen mit 80 %, die Cafeteria oder Mensa mit 65 %. Diese Rangfolge sollte jede Reinigungsfirma kennen, die für Berliner Schulen tätig ist – und jeder Bezirk, der Leistungsverzeichnisse erstellt.
Die Befragungsergebnisse sind der Ausgangspunkt für die Berliner Neustart-Agenda. Die Zielvereinbarung „Auf dem Weg zu sauberen Schulen“ reagiert direkt auf diese Daten. Das zweistufige Qualitätskontrollmodell – tägliche Kontrolle durch Hausmeister, halbjährliche Kontrolle durch Objektverwaltende – soll sicherstellen, dass die Reinigungsqualität nicht nur morgens stimmt, sondern den ganzen Tag.
Qualitätskontrolle und Vergabe: So funktioniert das Berliner System
Eine gute Ausschreibung nützt nichts, wenn die Leistung nicht kontrolliert wird. Berlin hat deshalb ein zweistufiges Qualitätskontrollmodell eingeführt – und plant, es durch digitale Werkzeuge zu ergänzen.
Stufe 1 ist die tägliche Kontrolle durch Schulhausmeisterinnen und Schulhausmeister. Sie prüfen im kleinen Umfang, ob die Reinigung stattgefunden hat und ob offensichtliche Mängel vorliegen. Der Kontrollzeitpunkt ist klar definiert: möglichst zeitnah zur Reinigung, spätestens vor Unterrichtsbeginn.
Stufe 2 ist die Kontrolle im größeren Umfang durch Objektverwaltende – mindestens alle sechs Monate. Dabei werden Reinigungsqualität, Dokumentation und Vertragserfüllung systematisch geprüft. Langfristig sollen Reinigungsfirmen vertraglich zur eigenen IT-basierten Qualitätskontrolle verpflichtet werden. Eine Reinigungskontroll-Software ist in Planung.
Bei der Vergabe läuft alles über die Vergabeplattform iTWOtender. Angebote werden elektronisch in Textform eingereicht. Ab 30.000 € Auftragswert ist die Pflichtabfrage im Wettbewerbsregister vorgeschrieben – das schützt vor Auftragsvergabe an Unternehmen, die wegen Verstößen gegen Arbeitsrecht oder Mindestlohn gesperrt sind. Aktuell sind in der B_I Ausschreibungsdatenbank 285 aktive Aufträge für Gebäudereinigung in Bildungseinrichtungen gelistet.
Für Reinigungsunternehmen, die in Berlin und Brandenburg tätig sein wollen, sind folgende Zertifizierungen relevant: DIN 77400 für Schulgebäude, RAL-Gütezeichen Gebäudereinigung, ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement. Anbieter wie SEGRA Dienstleistungen GmbH aus Westbrandenburg kombinieren ISO 9001 und ISO 14001 mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln und eigenen Festangestellten. CEMAX Gebäudereinigung GmbH in Berlin orientiert sich an DIN 77400 und setzt RKI-konforme Desinfektionsmittel ein.
Für Kita-Träger und Schulen in Brandenburg gelten dieselben bundesrechtlichen Grundlagen wie in Berlin – also § 36 IfSG für Kitas und DIN 77400 als Qualitätsreferenz für Schulen. Die Vergabe läuft über die jeweiligen kommunalen Vergabestellen. Wer als Reinigungsdienstleister in beiden Bundesländern tätig sein will, braucht ein solides Qualitätsmanagementsystem und dokumentierte Hygieneprozesse.
Antworten auf Fragen zur Schul- & Kitareinigung
Klassenräume, Flure und Sanitäranlagen täglich. Lehrerzimmer und Büros mindestens zweimal wöchentlich. Nebenräume einmal wöchentlich, Lagerräume einmal monatlich. Grundreinigung jährlich in den Ferien. Rechtsgrundlage: § 109 SchulG Berlin und DIN 77400.
Unterhaltsreinigung kostet 1,50 bis 3,50 € pro Quadratmeter. Grundreinigung 3,50 bis 7,50 €/m². Stundensätze liegen bei 22 bis 45 € netto. Eine 3.500-m²-Schule zahlt rund 7.500 € netto pro Monat.
Pflicht zum schriftlichen Hygieneplan nach § 36 IfSG, jährlich aktualisiert. Tägliche Bodenreinigung aller Haupträume. Wickeltische und Töpfchen nach jeder Benutzung desinfizieren. Desinfektionsmittel nach DGHM-Liste auswählen. Reinigung grundsätzlich ohne Kinder.
Laut Bezirksamt Mitte Berlin (2025) ist Fremdreinigung 21 % günstiger: 10,05 Mio. € vs. 12,19 Mio. € Jahreskosten. ver.di entwickelt ein alternatives Kalkulationswerkzeug und bevorzugt Eigenreinigung aus Qualitätsgründen.
Ausschließlich über die Vergabeplattform iTWOtender, elektronisch. Ab 30.000 € Auftragswert gilt Pflichtabfrage im Wettbewerbsregister. Losvergabe möglich, maximal 3 Lose pro Bieter. Neue Ausschreibung mit Vertragsbeginn 2027 schließt Tagesreinigung ein.
Laut Online-Befragung 2023 liegt der Gesamtdurchschnitt bei 3,0 (Skala 1–5). Schülerinnen und Schüler bewerten mit 2,7 am besten, Lehrkräfte mit 3,3 am kritischsten. Morgens 2,5, nachmittags 3,4 – Qualität nimmt im Tagesverlauf ab.
DIN 77400 für Schulgebäude, RAL-Gütezeichen Gebäudereinigung als Branchenstandard, ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement. Das Berliner Muster-Leistungsverzeichnis wurde an RAL-Standards abgeglichen.
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